Carl & Company: Der transatlantische Podcast des Carl-Schurz-Hauses

„Carl & Company“ – das ist der transatlantische Podcast des Carl-Schurz-Hauses, Insidern auch bekannt als das Deutsch-Amerikanische Institut in Freiburg. Alle paar Wochen packen wir hier zwei Gespräche zu einem gemeinsamen Thema in eine pralle Folge: Eins mit einem amerikanischen Autor oder einer Autorin, einem Experten oder einer Expertin aus den USA oder auch einer Künstlerin oder einem Künstler von der anderen Seite des großen Teichs. Wir laden ein, mit wem wir schon immer einmal über „Pod und die Welt“ sprechen wollten, und probieren einen Rundumschlag. Das andere mit einer spannenden, schlagfertigen Person vor Ort, die dazu Stellung bezieht, eigene Eindrücke mitbringt und mit Moderator René Freudenthal thematisch den „Sack zuschnürt“, wie man so schön schnöde sagt. Transatlantisch, transzendental, tragikomisch und ab und an vielleicht auch mal tanzbar – so sollen die Gespräche von „Carl & Company“ sein.


Episode 3: 16 Jahre Merkel: Schicksalsjahre einer Kanzlerin

Im Gespräch mit der US-Journalistin Deborah Cole und der CDU-Stadtratsfraktionsvorsitzenden Dr. Carolin Jenkner

Carl Schurz · Auslandskorrespondentin Deborah Cole & 16 Jahre mit Merkel: Schicksalsjahre einer Kanzlerin

Vom blassen „Mädchen“ von Kanzler Kohl zur unschlagbaren „Mutti“ der Nation in Hosenanzügen jeglicher Couleur. Von der unterschätzten „Trümmerfrau“ der Spendenskandal-Zeit zur mächtigen Matriarchin und Meisterin aller Krisen, die eine eigene Epoche prägte: Viele junge Deutsche kennen keine andere Person im Bundeskanzleramt als Angela Merkel, die 16 Jahre lang das schwerleibige Schiff der Berliner Republik durch zunehmend stürmische politische Gewässer steuerte. Viele dauerndes Polit-Drama gewöhnte Amerikanerinnen und Amerikaner, die in den „Merkeljahren“ selbst volle vier Präsidenten verschlissen haben, konnten sich keinen rechten Reim auf die nüchterne, fleißige Frau aus dem Osten mit ihrem knochentrockenen Rede- und Regierungsstil machen. Mit US-Journalistin Deborah Cole, die seit Mitte der 1990er Jahre als Auslandskorrespondentin erst für Reuters und jetzt für die Agentur AFP über das „Raumschiff“ Berlin berichtet und auf Twitter als „Merkel Watcher“ regelmäßig viral ging, blicken wir zurück auf anderthalb Dekaden „Merkelcore“ und das, was die erste Kanzlerin als politisches und kulturelles Phänomen ausmachte: Kartoffelsuppe und Richard Wagner, „Physikerin der Macht“ und milde, mittige „One-Woman-Groko“, so verlässlich in ihrer Außenwirkung wie versöhnlich im Ton. Abermillionen Wählerinnen und Wähler hätten „Angie“ – die so betitelte Rolling-Stones-Ballade war stets ihr Soundtrack bei Wahlkampf-Auftritten – wohl auch noch eine fünfte Amtszeit verschafft, aber die CDU-Legende, der andere fehlende Visionen und „Fahrt auf Sicht“ vorwarfen, tritt aus freien Stücken ab. Mit Dr. Carolin Jenkner, seit 2014 Stadträtin und kulturpolitische Sprecherin, seit 2018 Fraktionsvorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion und seit 2019 Beisitzerin im Vorstand des CDU-Kreisverbands Freiburg, sichten wir Merkels Erbe und ihren Einfluss auch auf den weiblichen Polit-Nachwuchs.

Moderation & Redaktion: René Freudenthal

Produktion & Mitarbeit: Hanna Langreder

Original-Logo zum Podcast: Simon Krause

Original-Musik zum Podcast: Edward Fernbach


Episode 2: Bestseller-Autor Christopher Castellani & die deutsch-amerikanische Sehnsucht nach dem Sommer Italiens

Carl Schurz · Bestseller-Autor Christopher Castellani & die Deutsch-Amerikanische Sehnsucht nach Italien

Goethe zog es ins „Land, wo die Zitronen blüh’n, Freud sehnte sich sein Leben lang stets nach dem nächsten Rom-Urlaub und US-Filmstars wie Liz Taylor, Humphrey Bogart oder Rita Hayworth aus dem klassischen Hollywood-Kino der 1950er Jahre machten das malerische ligurische Fischerdorf Portofino zur glamourösen Kulisse der Jetset-Sommerfrische. Das deutet schon an: Die Sehnsucht nach dem sonnigen „Bella Italia“ und seiner unvergleichlichen Lebensart zwischen Pasta und Piazza ist eine gemeinsame deutsch-amerikanische Eigenheit, die sich beiderseits tief eingeprägt hat. Wie es dazu kam, was das Phänomen mit Migration zu tun hat und welche Erlebnisse man auf Italienreise keinesfalls verpassen darf, besprechen wir mit dem vielfach ausgezeichneten Autor von Leading Men, dem brillanten Roman über Truman Capotes lust- und leidvolle Jahre im an Sinnesfreuden so reichen „Stiefel“: Christopher Castellani ist Sohn italienischer Einwanderer und wuchs (wie Joe Biden) als Arbeiterkind in Wilmington, Delaware auf. Derzeit lebt er in Boston, wo er Künstlerischer Leiter von „Grub Street“ ist, dem größten und führenden unabhängigen Zentrum für Kreatives Schreiben in den USA. Er gewann u.a. den Massachusetts Book Award und ein Guggenheim Fellowship. „Leading Men“ wird aktuell verfilmt, Star-Regisseur Luca Guadagnino („Call Me By Your Name“) leitet die Produktion. Die deutsche Perspektive vertritt Uta-Beate Schroeder, Vizedirektorin und Leiterin des Kursprogramms für Kinder und Jugendliche am Carl-Schurz-Haus, die seit Jahrzehnten mit Leidenschaft zwischen Toskana und Apulien unterwegs ist und selbst in Bostons traditionsbewusstem italienischen Viertel gelebt hat.

Show Notes:

"Leading Men" by Christopher Castellani

"The Neapolitan Novels" by Elena Ferrante

"The Rose Tattoo" / "A Streetcar Named Desire" by Tennessee Williams

"Call Me By Your Name" by Luca Guadagnino (film) / "Call Me By Your Name" by André Aciman (book)

"The Inheritance" by Matthew Lopez

"Die Göttliche Komödie" by Dante Alighieri

"Der Name der Rose" by Umberto Eco

Kurzgeschichten by Italo Calvino

"Tod in Venedig" / "Der Leopard" by Luchino Visconti

"La Strada" by Federico Fellini

"Mamma Roma" by Pier Paolo Pasolini

Moderation & Redaktion: René Freudenthal

Produktion & Mitarbeit: Hanna Langreder

Original-Logo zum Podcast: Simon Krause

Original-Musik zum Podcast: Edward Fernbach


Episode 1: Pulitzer-Finalistin Suzy Hansen & Amerikas Platz in der Welt unter Biden

Carl Schurz · Pulitzer-Finalistin Suzy Hansen & Amerikas Platz in der Welt unter Biden

Für eine Standortbestimmung amerikanischer Außenpolitik nach Joe Bidens Amtsantritt – auf der Suche des Polit-Veteranen nach einer neuen Positionierung der USA auf dem internationalen Parkett, zu ihren Verbündeten und zu ihren Widersachern – kann es kaum eine geeignetere Analystin geben als Suzy Hansen: In ihrem geopolitischen Memoir „Notes On A Foreign Country“ zeigt die Pulitzer-Finalistin und Princeton-Dozentin, wohin die letzten 20 Jahre US-Diplomatie und amerikanischer Sicherheitspolitik geführt haben. Jetzt sieht Hansen in unserem Podcast voraus, was die nächsten vier Jahre bringen könnten. Ihr erstes Buch gewann den „Overseas Press Club’s Cornelius Ryan Award for Best Nonfiction Book on International Affairs“ 2018. Sie schreibt große Reportagen für das „New York Times Magazine“ und arbeitet an einem zweiten Buch über die neuen Ambitionen der Türkei und Syriens Bürgerkrieg.

Shownotes:

"Notes On A Foreign Country" by Suzy Hansen

"Begin Again" by Eddie Glaude

"No Good Men Among the Living" by Anand Gopal

"Tomorrow, the World" by Stephen Wertheim

Host: René Freudenthal

Produktion: Hanna Langreder

Musik: Edward Fernbach


Trailer: Carl & Company - Der transatlantische Podcast

Carl Schurz · Coming Soon: Carl & Company – Der Transatlantische Podcast