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Putins Netz - Wie sich der KGB Russland zurückholte und dann den Westen ins Auge fasste

Buchvorstellung und Gespräch mit Catherine Belton, London

Als am vielproklamierten „Ende der Geschichte“ die Sowjetunion kollabierte, ahnte niemand, dass ein früherer KGB-Agent sich über Jahrzehnte als russischer Präsident behaupten würde. Doch ein Alleinherrscher ist Wladimir Putin auch in Fragen von Krieg und Frieden, wie in der derzeitigen Bedrohung der Ukraine, nicht. Seine Macht stützt sich vor allem auf ein Netzwerk anderer ehemaliger Top-Agenten, dessen Einflussnahme sehr weit über Russland hinausreicht – und zwar auch in die benachbarte ehemalige Sowjetrepublik, die sich dem Klammergriff Moskaus in Richtung des Westens entziehen wollte und nun einen seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr gesehenen Truppenaufmarsch an ihren Grenzen stehen hat. Was plant Putin wirklich?

Die renommierte amerikanische Investigativ-Journalistin Catherine Belton hat mit zahlreichen einstigen Kreml-Insidern über den Potentaten gesprochen. Belton berichtete von 2007 bis 2013 als Auslandskorrespondentin für die Financial Times aus Moskau und arbeitet heute für die Nachrichtenagentur Reuters. Ihr 2020 erschienenes Sachbuch Putins Netz (in englischen Original Putin‘s People) wurde vom „Economist“, der Financial Times, der New York Times, dem New Statesman und dem Telegraph zu einem „Buch des Jahres“ gekürt. Belton lebt in London.

Eintritt frei
Anmeldung via Zoom hier
Veranstaltungssprache: Englisch

Veranstalter:
Veranstaltungsort:
Online
Beginn:
Di, 12.Apr.2022 um 19:00