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  Lesung

Allein

Lesung mit Daniel Schreiber, Berlin

Zwischen befreitem Individualismus westlicher Prägung und dem Einbüßen aller Bindungen: Zu keiner Zeit haben so viele Menschen allein und scheinbar nur für sich gelebt, nie war aber auch elementarer zu spüren, wie brutal das selbstbestimmte Leben in Einsamkeit umschlagen kann. Aber kann man überhaupt glücklich sein – ganz allein? Warum wird in einer Gesellschaft von nach Selbstverwirklichung strebenden Individualist*innen ausgerechnet das Alleinsein immer noch als schambehaftetes Scheitern wahrgenommen? Im Rückgriff auf eigene Erfahrungen, philosophische und soziologische Ideen ergründet der prominente Autor, Publizist und Übersetzer Daniel Schreiber das heikle Spannungsverhältnis zwischen dem Wunsch nach Rückzug und Freiheit und dem nach Nähe, Liebe und Gemeinschaft. Dabei leuchtet er aus, welche Freundschaften in diesem Lebensmodell spielen: Können sie eine Antwort auf den Sinnverlust in einer krisenhaften Welt sein? Ein zutiefst erhellendes Buch über die Frage, wie wir heute leben wollen. Daniel Schreiber, geboren 1977, ist als Kunstkritiker für verschiedene internationale Zeitungen und Magazine tätig. Er ist Autor der Susan-Sontag-Biografie Geist und Glamour (2007) sowie der gleichermaßen hochgelobten Essay-Bücher Nüchtern (2014) und Zuhause (2017).

Veranstaltungssprache: Deutsch
Eintritt: € 8 / 6 (CSH-Mitglieder) / 3 (Studierende & Schüler*innen)
Tickets gibt es direkt über die Buchhandlung Rombach hier.

Veranstalter:
Veranstaltungsort:
HS 1010, KG I der Universität
Beginn:
Do, 07.Okt.2021 um 19:00