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  Lesung

Disappearing Earth & What Russia Means To Me

© Nina Subin (Foto Julia Philips)

Lesung & Gespräch mit Julia Phillips, New York City | Im Rahmen der Reihe "Transatlantic Tuesday"

Nachholtermin

Lesung & Gespräch mit Julia Phillips, New York City: Disappearing Earth & What Russia Means To Me

Aufgrund technischer Störungen bei der Veranstaltung am 16. März laden wir am 31. März erneut zum Gespräch mit Julia Phillips ein.

„Ein hervorragendes Debüt, einen nahezu makellosen Roman“ nannte die New York Times die erste Veröffentlichung der amerikanischen Autorin Julia Phillips, der auf der Shortlist für den National Book Award 2019 stand: An einem Augustnachmittag werden an der Küste Kamtschatkas, der abgelegenen und rauen Halbinsel am äußersten nordöstlichen Rand Russlands, zwei junge Schwestern entführt. In den folgenden Wochen und Monaten verlaufen die polizeilichen Ermittlungen völlig erfolglos. Das Echo des Verschwindens der beiden Schwestern hallt in der engmaschigen Gemeinschaft erdbebenartig wider und erinnert besonders die Frauen Kamtschatkas an einen ähnlichen schrecklichen Vorfall in der indigenen Bevölkerung, der noch nicht lange her ist. Philipps erzählt anhand von dreizehn weiblichen Stimmen, die alle durch ungelöste Verbrechen, Rivalitäten und Geheimnisse miteinander verbunden sind, wie das Leben in einer gespaltenen, männerdominierten Gesellschaft und im Schatten der verschwundenen Sowjetunion aussieht. Das Verschwinden der Erde entführt uns in die Welt einer Vielfalt unvergesslicher Frauenschicksale – vor den Kulissen der grauen, postindustriellen Stadt Petropawlowsk, der spektakulären Weiten der Tundra, der schneebedeckten Vulkane und der eisigen See. Voller Vorstellungskraft und mit enormer Empathie für ihre Figuren und für die stets verdächtigen Außenseiter einer geschlossenen Gesellschaft in fernsten Niemandsland vermittelt die Autorin, wie die spannungsreichen Beziehungen zwischen Einzelgängern und Gruppen, Frauen und ihren Familien, Gesellschaft und Politik im heutigen Russland funktionieren. Die frühere Fulbright-Stipendiatin Julia Phillips schrieb schon für die New York Times, The Atlantic und The Paris Review. Sie unterrichtet Kreatives Schreiben am Randolph College in Lynchburg, Virginia und lebt in Brooklyn. Disappearing Earth – so der Originaltitel ihres gefeierten Romans – ist bisher bereits in 25 Sprachen übersetzt worden.

Veranstaltungsprache: Englisch & Deutsch
Anmeldung via Zoom hier.
Empfohlener Unkostenbeitrag: 5€
In Kooperation mit: Zwetajewa-Zentrum für russische Kultur an der Universität Freiburg e.V. & Literaturhaus Freiburg

Veranstalter:
Veranstaltungsort:
Online
Beginn:
Mi, 31.Mär.2021 um 19:15