Einzelansicht
  Vortrag

Die Evangelikalen und die Demokratie in den USA

© Herder Verlag

Gepräch und Buchvorstellung von Philip Gorski, PhD, Yale University, New Haven, CT Mit einem Grußwort von Manuel Herder, Freiburg

Christentum und Demokratie – für den größten Teil der amerikanischen Geschichte handelte es sich hierbei um eine komplementäre Beziehung. Doch die Wahl von Donald Trump und die Rolle, die Evangelikale darin gespielt haben, legt nahe, dass sich beider Wege nun trennen. Ausschlaggebend hierfür ist die Überzeugung, die Kulturkämpfe der letzten Jahrzehnte verloren zu haben. Die Evangelikalen betrachten sich selbst als am stärksten verfolgte Gruppe in den USA und halten Ausschau nach einem starken Beschützer, der sie gleichsam aus dem babylonischen Exil herausführt und ihnen ihr Land zurückgibt. Trump hat die Herzen der Evangelikalen gepackt, indem er mit ihren tiefsten Ängsten spielt. Und gleichzeitig lang gehegte Wünsche in Aussicht stellt: wie zum Beispiel mit der Nominierung der konservativen und tiefgläubigen Supreme Court-Richterin Amy Coney Barrett. Amerikas Christentum und die Demokratie sind am Scheideweg. Philip Gorski, PhD, ist Professor für Soziologie an der Yale University. Er ist Schüler des prominenten Soziologen Robert N. Bellah und einer der führenden jüngeren amerikanischen Religionssoziologen.

Die Veranstaltung findet aufgrund der aktuellen Corona-Lage nur online statt.
Anmeldung Opens external link in new windowhier über Zoom.
Veranstaltungssprache: Englisch

Veranstalter:
Veranstaltungsort:
Online
Beginn:
Di, 01.Dez.2020 um 19:00