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  Vortrag

Entfällt: Die Welt braucht den Westen - Neustart für eine liberale Ordnung

© Picture People / © Edition Körber

Buchvorstellung & Gespräch mit Thomas Kleine-Brockhoff, Berlin

In der politischen Debatte macht sich Fatalismus breit: Der Westen ist tot, heißt es, die internationale Ordnung am Ende, Amerika verloren. Wer so argumentiert, ergibt sich kampflos dem nationalistischen Zeitgeist, übersieht die wachsende Gegenwehr und unterschätzt die Reformkräfte. Thomas Kleine-Brockhoff plädiert für eine Umkehr: Statt die Unabwendbarkeit einer antiliberalen Ära zu beklagen, sollten die Kräfte, die sich der liberalen Demokratie verbunden fühlen, Gegenstrategien erarbeiten – einen robusten Liberalismus.  Dieses Prinzip soll die Erneuerung der internationalen Ordnung prägen und „Mein-Land-zuerst“-Haltungen abwehren. Glaubwürdig wird der robuste Liberalismus, wenn er zur Selbstkritik fähig ist und maßvolle Ziele selbstbewusst und streitlustig verfolgt. Er muss seinen eigenen Idealen und Regeln treu bleiben, um sie nach außen verteidigen zu können. Was es in der Praxis heißt, mit robustem Liberalismus für eine freiheitliche Ordnung zu kämpfen, beschreibt Kleine-Brockhoff an drei Beispielen: dem Schutz von Flüchtlingen, der militärischen Intervention und dem Handel mit China.
Thomas Kleine-Brockhoff ist Journalist und Vize-Präsident des German Marshall Fund of the United States (GMF). Von 2013-2017 beriet er den Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Moderation: Thomas Hauser, ehem. Chefredakteur/Herausgeber der BZ
Dem Vortrag schließt sich ein Empfang an.
Eintritt frei
Veranstaltungssprache: Deutsch
Mit: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Reinhold-Maier-Stiftung, Landeszentrale für politische Bildung & Colloquium politicum

Veranstalter:
Veranstaltungsort:
Haus zur Lieben Hand, Löwenstr. 16
Beginn:
Mi, 22.Apr.2020 um 20:15