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  Vortrag

Nostalgie im Upside Down. Das progressive Potenzial von Nostalgie in Stranger Things

Vortrag aus der Reihe "Televisionary: Amerika in Serie" mit Jutta Steiner, Wien

Die Serie Stranger Things ist eine Hommage an die Popkultur der 1980er Jahre, die in kürzester Zeit zu einem globalen Pop-Phänomen avancierte und sich nicht nur unter „Kindern der 80er Jahre“ äußerster Beliebtheit erfreut. In ihrem Vortrag widmet sich Jutta Steiner der Frage, wie Stranger Things eine wahre Nostalgiewelle auslösen konnte und wie sich die Serie das progressive und kreative Potenzial von Nostalgie zunutze macht. Entgegen aller Kritik, Nostalgie in der Popkultur sei bloße Werbestrategie und bringe keine originären Formate hervor, argumentiert Steiner, dass sich Stranger Things nicht auf eine romantisch-verklärte Rückschau auf die Vergangenheit reduzieren lässt. Die Serie bietet eine reflektierte und alternative Rückschau auf die Zeit und ihre Kulturproduktion, die es Zuschauer*innen erlaubt, die Vergangenheit für die Gegenwart und Zukunft zu reinterpretieren. Anhand ausgewählter Beispiele zeigt Steiner, dass Stranger Things durchaus originären Status mit sozialkritischem Gehalt erreicht.
Jutta Steiner studierte Theater-, Film und Mediengeschichte und Deutsche Philologie in Wien. In ihren Forschungen widmet sie sich insbesondere der Interrelation von Medien, Nostalgie, Gedächtnis und Rezeption. Im Juni 2019 erschien ihre Monografie Nostalgie im Upside Down. Das progressive Potenzial von Nostalgie in der Retro-Serie Stranger Things im Büchner-Verlag.

Im Anschluss an den Vortrag wird eine Folge der Serie gezeigt.
Dazu gibt es Popcorn & Coke.
Eintritt: frei
Veranstaltungssprache: Deutsch, Episode in OV


Veranstalter:
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Beginn:
Do, 10.Okt.2019 um 19:00