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  Vortrag

Berlin ist nicht Weimar: Über die Gefährdungen der Demokratie

im Rahmen von 100 Jahre Weimarer Republik mit Dr. Wolfgang Schäuble, Bundestagspräsident, Berlin

Natürlich haben wir ein gänzlich anderes institutionelles System in der Berliner Republik, als es in der Weimarer Republik den zerbrechlichen Staat zu stützen hatte. Unsere Demokratie ist ausgesprochen wehrhaft, und vor Gericht kann gegen anti-demokratische Bewegungen vorgegangen werden. Die
gegenwärtige Demokratie bietet damit Raum zu freier Entfaltung. Doch der dauerhafte Erfolg einer Gesellschaft und ihrer liberalen Grundordnung lässt sich nicht allein dadurch gewährleisten. Man kann sich nicht zurücklehnen und den Feinden der offenen Gesellschaft das Feld überlassen, ausruhend
auf der Erwartung, Karlsruhes Robenträger würde dem Treiben schon den Riegel vorschieben. Denn Demokratie lebt nicht davon, dass bloß ihre Feinde vorübergehend in der Minderheit sind, sondern vor allem davon, dass dieMehrheitsgesellschaft sich fest zu ihr bekennt.
Wolfgang Schäuble ist seit 1972 Mitglied des Deutschen Bundestages und dienstältester Abgeordneter. Er gehörte von 1984 bis 1991 und von 2005 bis 2017 der deutschen Bundesregierung an und bekleidete u.a. die Posten des Innen- und Finanzministers. Von 1991 bis 1998 war er Vorsitzender der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, von 1998 bis 2000 Bundesvorsitzender der CDU. Seit 2017 ist Schäuble Präsident des Deutschen Bundestages.


Eintritt frei; Kartenreservierung nicht möglich. Einlasskarten am 7.2. ab 19 Uhr am Audimax erhältlich. Pro Person max. 2 Karten.
Veranstaltungssprache: Deutsch
Mit: Landeszentrale für politische Bildung, Colloquium politicum

Veranstalter:
Veranstaltungsort:
Audimax, KG II der Universität
Beginn:
Do, 07.Feb.2019 um 20:15