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  Vortrag

Telepräs(id)ent Kennedy. Zur Live-Berichterstattung mit und um JFK

Vortrag aus der Reihe "Televisionary: Amerika in Serie" mit Dr. Tanja Weber, Köln

John F. Kennedy war in der USA der erste Präsidentschaftskandidat, der die Medien intensiv für seinen Wahlkampf nutzte. Dabei bot das audiovisuelle Medium Fernsehen und vor allem Live-Übertragung ihm  die Möglichkeit, seine Stärken – sein attraktives Äußeres und seine Eloquenz – optimal zu inszenieren. Außerdem konnte er mit den Wählerinnen und Wählern in eine mediale Form der kontinuierlichen, direkten und doch ‚intimen‘ Kommunikation zu treten. Auch nach der Wahl setzte JFK das Fernsehen für seine Zwecke ein. Damit wurde er zum ersten Telepräsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Er nutzte und manipulierte das Fernsehen für seine Zwecke, aber das Fernsehen nutzte ihn auch. Es schuf sich mit der Inszenierung seiner Ermordung als Welttragödie sein eigenes televisuelles Denkmal. Außerdem fand es während der Berichterstattung über das Attentat zu seiner eigenen televisuellen Form der Katastrophenberichterstattung. Der Vortrag lotet dieses Wechselverhältnis der gegenseitigen Verwertung aus und zieht auch Vergleiche zur Gegenwart und dem neuen Medienpräsidenten Donald Trump.

Im Anschluss an den Vortrag wird eine Folge der Serie „11.22.63“
gezeigt. Dazu gibt es Popcorn & Coke.
Eintritt frei, Veranstaltungssprache: Deutsch, Episode in OV

Veranstalter:
Veranstaltungsort:
Beginn:
Mi, 13.Jun.2018 um 19:00