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  Vortrag

Der Supreme Court – Garant der Verfassung oder Hochburg richterlichen Aktivismus?

Vortrag aus der Reihe "Law and (Dis-)Order in Contemporary America" mit Prof. Dr. Michael Dreyer, Jena

Die Verfassung der USA spricht von drei „co-equal branches of government“, nämlich dem Kongress (Art.1), dem Präsidenten (Art.2) und den Gerichten mit einem Obersten Gericht, dem Supreme Court, an der Spitze (Art.3). Das ist aber auch schon fast alles, was die Verfassung über das mächtigste Gericht der Welt aussagt. Zu Beginn erschien der Supreme Court vielen als eine schwache Institution. Der erste „Chief Justice“ gab seinen als machtlos empfundenen Job nach kurzer Zeit wieder auf. Heute hingegen werden Präsidentschaftswahlkämpfe auch über das Recht geführt, Richter am Supreme Court zu ernennen. Diesen Einfluss auf das Richterkollegium wahrzunehmen gilt als umso wichtiger, als die Ernennungen auf Lebenszeit erfolgen. Ronald Reagan ist längst Geschichte geworden – aber immer noch sitzt ein von ihm ernannter Richter im Supreme Court. Der Vortrag wird auch aktuelle Streitfragen aufgreifen, bis hin zum problematischen Verhältnis des gegenwärtigen Präsidenten zu dieser ranghöchsten Institution des amerikanischen Gerichtswesens.
Prof. Dr. Michael Dreyer ist als Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätig.

Eintritt frei
Veranstaltungssprache: Deutsch
Mit: Landeszentrale für politische Bildung, Colloquium politicum, Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg, Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht

Veranstalter:
Veranstaltungsort:
HS 1199, KG I der Universität
Beginn:
Mo, 06.Nov.2017 um 20:15