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  Vortrag

Entfällt: Gegen Klimaschutz. Wie das konservative Amerika zur Heimat des Anti-Environmentalism wurde.

© U.S. National Archives at College Park

Vortrag & Diskussion mit Ella Müller, Freiburg

Widerstand gegen Klimaschutz ist heute ein Kernelement der republikanischen Agenda – spätestens seitdem Donald Trump im Juni 2017 das Pariser Klimaschutzabkommen aufkündigte, ist das nicht mehr zu übersehen. Doch das war nicht immer so: die US-Umweltbehörde (EPA) wurde 1970 von Richard Nixon gegründet, das Montreal-Protocol 1987 von Ronald Reagan unterzeichnet und der ambitionierte Global Warming Prevention Act 1989 von Newt Gingrich unterstützt. Kein anderes politisches Feld blieb so lange von den Dynamiken der Culture Wars und der damit einhergehenden Polarisierung verschont wie der Umweltschutz. Wie also wurde die republikanische Partei zur Heimat all jener, die Klimaschutz ablehnten und warum wurde der Widerstand gegen Umweltschutz zu einem zentralen Merkmal konservativer Identität? Welche Schlüsse lassen sich aus dieser Entwicklung über das Verhältnis zwischen Rechtspopulismus und Klimakrise ableiten? Und verändert sich momentan die Haltung des konservativen Amerikas zum Thema Klimaschutz?
Ella Müller ist Historikerin für amerikanische Zeitgeschichte an der Universität Freiburg und promoviert aktuell im Fachgebiet Anti-Environmentalism.

Eintritt frei
Veranstaltungssprache: Deutsch
Mit: Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Freiburg

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Tue, May 26, 2020 at 19:00